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Einheitlicher Preis für das Abwasser

Beschlüsse der Verbandsversammlung des WAZV

 

 

Eine feste Grundgebühr für jeden Monat.

 

Gutenberg (wazv). Im Saal­kreis wird ein einheitliches Abwasser-Tarifgebiet geschaf­fen und ab 2016 die extreme Kleinteiligkeit der Abwasser­regelungen aufgehoben. Das beschloss die Verbands­versammlung des Wasser- und Abwasserzweckverban­des Saalkreis (WAZV). Somit beträgt die Mengengebühr für die zentrale Schmutzwasser­beseitigung künftig einheit­lich 2,81 Euro pro Kubikme­ter bei einer Grundgebühr von 14 Euro je Monat für den normalen Hausanschluss. Lediglich für den Bereich des ehemaligen AZV Fuhne gilt aufgrund sondervertraglicher Regelungen ein zeitlich be­fristeter abweichender Men­genpreis.

 

WAZV-Verbandsgeschäftsführer Holger Herrmann begrüß­te die Entscheidung. „Die bis­her mehr als 20 Einzelsatzun­gen konnten aufgehoben werden und ab 1. Januar 2016 gibt es nur noch eine einheitliche Regelung. Damit wird die Tarifstruktur endlich übersichtlicher und transpa­renter, weil nur noch eine Satzung für die zentrale Ab­wasserentsorgung gilt. Mit dieser Vereinheitlichung wird auch eine Solidargemeinschaft geschaffen, in der bes­ser aufgestellte ehemalige Aufgabenträger den Schwä­cheren helfen."

 

Neue Preise wird es auch im Bereich der dezentralen Ent­sorgung geben, die den ge­stiegenen Anforderungen ent­sprechen und deshalb deut­lich angehoben werden müs­sen. Dieser Anstieg wird zum einen aus den Verlusten der Vorjahre mit rund 380 000 Euro sowie den höheren

Transportpreisen begründet, zum anderen schlagen zu­sätzliche Investitionen in die Kläranlagen zu Buche, um die gesetzlichen Anforderun­gen der Reinigungsleistungen von Fäkalien sicherzustellen. So wird künftig die Entsor­gung von Fäkalschlamm mit 40,46 Euro pro Kubikmeter und die Entsorgung der abflusslosen Sammelgruben mit 24,94 Euro pro Kubikme­ter berechnet.

 

Im Bereich Trinkwasser blei­ben die Preise 2016 stabil. Wie angekündigt, wurden im Vorfeld der Verbandsver­sammlung drei Modelle zu den bisherigen zwei Tarif­gebieten geprüft. Dazu ge­hörte auch das Modell mit einem mengenabhängigen Grundpreis, der gemäß eines jüngst erst durch den Bundes­gerichtshof bestätigten Be­schlusses aber nicht zulässig ist. In einem vereinheitlichten Tarifgebiet kann demnach nur das sogenannte Zählermaß­stab-Modell rechtlich und tat­sächlich umgesetzt werden. Diese durch ein Fachbüro erstellte Kalkulationsgrundla­ge wurde von der Versamm­lung prinzipiell bestätigt, zugleich aber eine Überarbei­tung angemahnt, um mit einem neuen Verteilerschlüs­sel zu einem politischen Kon­sens zu kommen. Diese Ab­stimmung soll im kommen­den Jahr erfolgen.

 

Ferner beschloss die Ver­bandsversammlung eine Ver­längerung der Ladungsfrist von sieben auf 14 Tage. Damit folgte sie den Wün­schen aus den Gemeinden und der Mitglieder auf Ver­längerung der Ladungsfristen, um eine effektivere Vorberei­tung der Entscheidungen auf lokaler Ebene zu ermögli­chen.

 

Ihr WAZV Saalkreis

 

 

Quelle: WochenSpiegel für Halle und Umgebung, 26. Jahrgang - Nr. 50, Ausgabe vom 09.12.2015 (Seite 6)