Machbarkeitsstudie zur verfahrenstechnische Umstellung auf der KA Landsberg von aerober Schlammstabilisierung auf anaerobe Schlammstabilisierung durch Errichtung von Vorklärung, Faulung und Faulgasverwertung, Leistungsphase 2–4
Der WAZV Saalkreis ist sich der Notwendigkeit des Klimaschutzes und damit der Verantwortung beim Betrieb seiner Anlagen bewusst. Aus diesem Grund soll u. a. der Gesamtenergiebedarf der KA Landsberg gezielt verringert werden. Hierfür wurde eine Potenzialstudie erstellt, aus der hervorgeht, dass mit der Errichtung einer Vorklärung und einer verfahrenstechnischen Umstellung von aerober Schlammstabilisierung auf anaerobe Schlammstabilisierung erhebliche Energiemengen und somit Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Die KA Landsberg ist eine Belebungsanlage mit gemeinsamer aerober Schlammstabilisierung. Dabei wird der Belebtschlamm so lange in der Belebung gehalten und mit Sauerstoff versorgt, bis dieser ausreichend stabilisiert ist. Die zulaufenden Abwässer werden mechanisch vorgereinigt und direkt der Belebung zugeleitet. Eine vorherige Abtrennung von leicht absetzbaren Stoffen (Primärschlamm) findet nicht statt. Durch die Umstellung auf anaerobe Schlammbehandlung (Faulung) kann die Energieeffizienz der Abwasserbehandlung signifikant verbessert werden. Dazu werden eine Vorklärung zur Abtrennung von Primärschlamm, eine Faulung zur anaeroben Stabilisierung von Primär- und Überschussschlamm und gleichzeitiger Gewinnung von Faulgas sowie eine Gasaufbereitung und -verwertung errichtet. Durch die Faulgasnutzung können jährlich ca. 130.500 kWh thermische und ca. 428.000 kWh elektrische Energie für die Nutzung in der KA Landsberg bereitgestellt werden. Diese Energiemengen entsprechen CO2-Äquivalenten von 172 t CO2e/a (elektrisch) und ca. 32 t CO2e/a (thermisch). Das Projekt wird im Juni 2026 starten und soll bis im Oktober 2025 und soll im September 2027 fertiggestellt sein.
Das Projekt startete im Dezember 2025 und soll im Oktober 2027 fertiggestellt sein.
Die Maßnahme wird mit 70 % Fördermitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds der Nationalen Klimaschutzinitiative umgesetzt. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: . Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.



